Rechnen Sie selbst

...ob sich Honorarberatung lohnt! Sind Provisionen betriebswirtschaftlicher Nonsens? Die Antwort gibt Ihnen unser Rechner für eine erste Basis-Kalkulationzum Rechner »

29.05.2011

Bundesland Hessen fordert Lösung für Honorarberater

Hessischer Vorstoß für unabhängige Finanzberatung bringt Vorteile für die Kunden

Die Hessische Landesregierung fordert neue Rahmenbedingungen, die eine unabhängige Honorarberatung in Deutschland stärken. Die Bundesregierung soll dazu schnell einen Gesetzesentwurf für die sogenannte Honorarberatung vorlegen, heißt es in einem Antrag, den der hessische Minister für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg, am Freitag in den Bundesrat einbringen wird.

Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer versprechen sich davon deutliche Vorteile für die Kunden: „Was nur wenige wissen: Die Finanzberater beraten nur scheinbar kostenlos. Tatsächlich arbeiten die allermeisten auf Provisionsbasis – und in den meisten Finanzprodukten sind die Beratungshonorare längst hineingerechnet."

Dies kann nach Puttrichs Worten der Grund dafür sein, dass sich die Finanzberatung statt an den Bedürfnissen der Kunden oft am Einkommensinteresse der Berater oder an den Gewinnzielen der Banken ausrichtet. „Ein Berater, der unabhängig von Provisionen ist, verkauft dagegen das geeignete Produkt und nicht das, an dem er am meisten verdient", sagte Schäfer.

Noch sind Honorarberater eine Randerscheinung im deutschen Finanzgewerbe. Mit einer gesetzlichen Definition eines Berufsbildes und genau abgesteckten Rahmenbedingungen kann sich das ändern. „Dabei geht es nicht darum, eine Beratungsform zu bevorzugen", so Puttrich, „es soll vielmehr sichergestellt werden, dass Verbraucher klar erkennen, wer ihnen gegenüber sitzt: ein Vermittler, der auf Provisionsbasis arbeitet, oder ein unabhängiger Finanzberater. Dies sollen Verbraucher bei Ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen können." Wesentliche Eckpunkte eines künftigen Gesetzes sollen ihrer Ansicht nach deshalb sein:

  • eine gesetzliche Definition des Berufsbildes,
  • Bezeichnungsschutz für den Begriff „Berater",
  • eine Abgrenzung der Finanzberatung von der Finanzvermittlung,
  • ein produktübergreifendes Verbot von Mischformen.

„Durch mehr Qualität und die Wahlfreiheit bei der Finanzberatung und Vermittlung kann verloren gegangenes Vertrauen in die Finanzbranche zurück gewonnen werden. Das kommt letztlich allen zugute: den Banken, der Wirtschaft und dem Verbraucher als Motor des Systems", sagte die Ministerin.



Kommentare

Für diesen Artikel wurden noch keine Kommentare hinterlegt!